Die Bartlos GmbK macht keine halben Sachen, das hat uns Frau Mirj, ihres Zeichens CEO der Gemeinschaft ausdrücklich versichert. Aber dass sie gleich doppelte Sachen macht müsste dies nun ja auch wieder nicht bedeuten. Bei der Bartlos GmbK offenbar schon. Und so kommt es, dass wir wieder gen Lôzan pilgern um den zweiten Teil der Episode abzudrehen. Diesmal in einem Vauwegolf eines Fallschirmspringers.
Nun habe ich ja gesagt, dass es keine Tourrapporte nur Taktiken gibt, aber wenn man mal den Röschtigraben durchbrochen hat, kann man sich nicht einfach so berichzlos in Schweigen hüllen:
Als der stv. Chefredaktor noch in die Windeln gemacht hat, wurde immer von Bänz berichtet, die zum ersten Mal hinter dem eisernen Vorhang gespielt hätten. Das klang so noch einem Riesenevent. Doch ein Vorhang aus Eisen hat meine Vorstellungskraft dazumal einfach gesprengt. Auch als ich den Begriff dann als Metapher verstanden habe, habe ich es mehr zur Kenntnis genommen…
…bis zum gestrigen Abend. Ennet dem Röschtigraben zu spielen muss ähnlich sein wie ennet dem eisernen Vorhang. Du magst jetzt vielleicht denken, dass mindestens das Zollpassieren viel viel weniger aufwendig sei – grosser Irrtum. Flourish hat gestern zum ersten Mal in einem Lokal gespielt wo beim Eingang die ID kontrolliert wurde. Alle ab Jahrgang 1960 wurden nicht reingelassen. Einerseits beruhigend zu sehen, dass auch die Grufties ein Partyleben haben, andererseits brauchte Flourish mit den Jahrgängen 79 – 88 (der letzte gehört dem stv. Chefredaktor) eine Sondereinreisebewilligung. Die haben wir dann bei Pa Trong, dem Alleinherrscher des Caf’ Arts in Prilly bei Lôzan beantragt – und föindlicherweise auch erhalten. Pa Trong ist wirklich eine charismatische und imposante Persönlichkeit, der alles unter seiner Kontrolle hat: Die Küche der La Treillebeiz, den Service der La Treillebeiz, den gesamten Betrieb des dazugehörigen Caf’ arts Musikclubs mit der interessanten Innenausstattung, den Unterricht in Staatskunde (Flourish hatte gestern die Ehre vor dem Roi du Léman zu konzertieren) und schliesslich gibt er sogar noch wertvolle Tipps beim Soundcheck…
…Und die hatten wir bitternötig, denn mit einer Soundanlage aus der Perestroikazeit hat Flourish bis jetzt noch wenig Erfahrung gesammelt.
Wie auch immer, nach dem Soundcheck haben wir uns gewünscht, wir würden irgendwo in Sibirien konzertieren, wo nur ganz ganz wenig Leute sein würden und diese erst noch nie im Leben mit Rockenroll in Berührung gekommen sind, dass man denen auch ein kaltes Popsüppchen hätte auftischen können. Aber nach dem stärkenden Mahl aus der Küche von Pa Trong haben sich die erhitzten Gemüter wieder etwas beruhigt. In gewohnter Manier haben wir die Bühne betreten und im Nu mit Charme das Publikum und den König für uns gewonnen. Conrad, unser Ausländer in der Besetzung, hat sich schliesslich als sehr nützlich erwiesen, als er zum Schluss noch einen Spontantanzkurs Ü50 geben hat.
Nun gut, zum eigentlichen Projekt: Gestern haben wir an dieser Stelle um Hilfe gebeten. Wir wollten mit der optimalen Aufstellung ins Rennen gehen. Leider haben wir genau eine Rückmeldung erhalten. Wir wurden darauf aufmerksam gemacht, dass es relativ schwierig sei so eine Aufstellung zu kommentieren ohne die Rahmenbedingungen zu kennen, weil ja so ein Spiel immer ein komplexes Konstrukt sei.
Flourish, ein kundenfreundliches KMU möchte sofort auf diese Anregung reagieren und veröffentlicht hiermit gleich die Aufstellung des lokalen Teams vom Caf’ Arts.
Wir freuen uns auf eure Kommentare und verbleiben, in Vorfreude auf das Konzert, euch liebe Leserschaft freundlichst grüssend
flourish – stv. Chefredaktor
